POINT AT OTHERS
ballern auf ihrer selbstbetitelten Debüt-MCD (bzw.
7’’) aus allen Rohren und schießen so, zumindest
illustriert auf dem Cover, den Vogel ab. Selbst
Schuld, der Piepmatz!
Für trällerndes Federvieh ist das
hier eine Sperrzone, das ist schnell klar. Ohne viel
Federlesens prügeln sich die vier jungen Holländer
durch sechs Songs in neun Minuten und garantieren
somit für äußerst kurzweilige Unterhaltung.
Mit ihrem furios nach vorne preschenden Gebräu aus
primitiv-brutalem Old-School-Hardcore amerikanischer
Natur und einer derben Rock-Kante steigern sie den
Appetit auf ihr erstes Album, das im September
nächsten Jahres erscheinen soll. Dabei legen sie
weniger Wert auf filigrane Kabinettstückchen als
darauf, die Geschwindigkeit konstant im roten
Bereich der Tacho-Anzeige zu halten. Und das gelingt
ihnen auf beeindruckende Art und Weise. Die Platte
ist eine knapp komprimierte aber brachiale
Demonstration, wie viel Aggression man musikalisch
verarbeiten kann.
Die Band aus dem kleinen Nachbarland gründete sich
im Sommer 2005 aus Mitgliedern der Bands The Fart
Farmers, Ataglance und BBK. Zunächst als
Nebenprojekt geplant, wurde Point At Others
spätestens nach den ersten Demoaufnahmen für die
einzelnen Mitglieder zur Hauptaufgabe und man bekam
auf (inter)nationalen Shows die Chance, mit Bands
wie Born From Pain oder I Reject die Bühne zu
teilen.
Definitiv keine Scheibe zum Zähneputzen. Eher zum
Autofahren, falls man es mal besonders eilig hat.
Fans von Paint It
Black, Go It Alone oder Give Up The Ghost sollten
hier ihr Geld investieren und den Nachwuchs
unterstützen.